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Jan WirrerErna Taege-Röhnisch, Ernst Barlach, der Dom zu Güstrow, Bill Clinton, eine Singer Nähmaschine in Cairns (QLD) und Olaf Henkel |
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In ihrem ersten Anschreiben an die Autoren dieser Festschrift äußern sich die Herausgeber u.a. wie folgt: Nach unserer Vorstellung soll der Band eine eher persönliche Note tragen. Wir möchten Sie daher um einen Essay bitten, in dem Sie Ihre eigene Forschungs- und Fortschrittsgeschichte mit ihren Wechselbezügen zu SJS und seinen Arbeiten darstellen. Gemeinsame wissenschaftliche Grundsätze, Leitideen und Interessen sollten ebenso thematisiert werden wie Differenzen und eine Einschätzung der Entwicklung aus heutiger Sicht. Dieser Bitte möchte ich mit meinen folgenden Überlegungen entsprechen. Dabei geht es mir um die Klärung der Frage, was Erna Taege-Röhnisch, Ernst Barlach, der Dom zu Güstrow, Bill Clinton, eine Singer Nähmaschine in Cairns (QLD) und Olaf Henkel miteinander verbindet. Zu den Texten, die im Rahmen meiner Lehrveranstaltung »Niederdeutsche Autorinnen des 20. Jahrhundert« (WS 1999/2000) gelesen und diskutiert wurden, gehörte u.a. das folgende Gedicht der Mecklenburger Dichterin Erna Taege-Röhnisch (1909-1998), das ich hier des leichteren Verständnisses wegen zusammen mit einer Arbeitsübersetzung zitiere:
Der Text wurde 1992 in Erna Taege-Röhnischs Gedichtband »En Vogel hett sungen« im Hinstorff-Verlag, Rostock, veröffentlicht und in die von Dieter Bellmann herausgegebene Anthologie »Keen Tiet för den Maand« aufgenommen, nach welcher ich den Text zitiere.[1] Sprachlich bereitet das Gedicht wenig Schwierigkeiten, auffällig sind bestenfalls die zahlreichen Umlaute wie in hä und dä, vermutlich eine - nicht unproblematische - orthographische Repräsentation des Diphthongs [ei], ein Charakteristikum der Mecklenburgischen Sprachlandschaft, das z.B. bei Fritz Reuter mit ei wiedergegeben wird. Sprachlich einfach gehalten, ist das Gedicht inhaltlich relativ opak und bedarf der Aufschlüsselung. Dazu ist die Kenntnis des Gegenstandes, auf den in der Überschrift referiert wird, nämlich Ernst Barlachs Skulptur »Der Schwebende«, von welcher ein Abguss in einem Seitenschiff des Güstrower Domes hängt, unabdingbar. |
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